Technik · Aufschlag
Kick-Aufschlag: so schlagen Sie einen zuverlässigen Kick
Der Kick-Aufschlag ist die Waffe für den zweiten Aufschlag: Der Ball überquert das Netz hoch, taucht dank des Spins ins Aufschlagfeld ab und springt dann hoch und seitlich weg. Er beruht auf drei Dingen: einem Ballwurf über dem Kopf, einer Bürstbewegung von unten nach oben und von links nach rechts (Rechtshänder) und einer entschlossenen Beschleunigung des Schlägers. Einmal beherrscht, verschwinden Doppelfehler fast vollständig.

Das Wichtigste
- Kontinentalgriff oder leicht Richtung Rückhandgriff: unerlässlich, um den Ball zu bürsten.
- Ballwurf über dem Kopf, sogar leicht dahinter, statt vor dem Körper wie beim flachen Aufschlag.
- Bürsten Sie von 7 bis 1 Uhr über den Ball (Rechtshänder): Der Schläger steigt und bewegt sich nach rechts.
- Beschleunigen, nie abbremsen: Ein zaghafter Kick dreht nicht und fällt ins Netz.
- Hoher Absprung auf die Rückhand des Rückschlägers: Das macht den zweiten Aufschlag aggressiv.
Was ist ein Kick-Aufschlag?
Der Kick ist die extremste Form des Topspin-Aufschlags. Der Schläger bürstet den Ball von unten nach oben und von links nach rechts (bei Rechtshändern): Der Ball dreht sich nach vorn und zur Seite. Dadurch überquert er das Netz ein bis zwei Meter hoch, fällt schnell ab und springt hoch weg, oft auf die Rückhand eines rechtshändigen Rückschlägers.
Er ist der Sicherheitsaufschlag der meisten Turnierspieler. Wo ein flacher Aufschlag die Netzkante streifen muss, bietet der Kick eine große Sicherheitsmarge, ohne ein leichter Ball zu sein. Er ergänzt die allgemeine Aufschlagtechnik, die wir an anderer Stelle ausführlich behandeln.
Die Technik des Kick-Aufschlags, Schritt für Schritt
1. Der Griff
Gehen Sie vom Kontinentalgriff aus. Fortgeschrittene Spieler drehen ihn leicht Richtung Rückhandgriff, was das Bürsten erleichtert. Mit einem Vorhandgriff ist der Kick unmöglich.
2. Der Ballwurf
Werfen Sie den Ball über Ihren Kopf, sogar leicht nach hinten und nach links (Rechtshänder). Diese Position zwingt den Schläger, unter den Ball zu kommen und nach oben zu schwingen. Behalten Sie dieselbe Routine wie bei Ihren anderen Aufschlägen bei, damit Sie dem Rückschläger den Spin nicht verraten.
3. Trophäenposition und Hohlkreuz
Beugen Sie die Knie und machen Sie ein leichtes Hohlkreuz; die Schultern bleiben länger seitlich als beim flachen Aufschlag. Diese Position erlaubt es Ihnen, nach oben zu schlagen.
4. Das Bürsten
Stellen Sie sich den Ball als Zifferblatt vor, von hinten gesehen: Der Schläger trifft ihn etwa bei 7 Uhr und verlässt ihn etwa bei 1 Uhr. Er steigt und bewegt sich nach rechts, ohne nach vorn schlagen zu wollen. Handgelenk und Unterarm (Pronation) beschleunigen den Schlägerkopf.
5. Der Durchschwung
Der Schläger endet auf der rechten Körperseite (Rechtshänder), nicht links wie beim flachen Aufschlag. Ihr Körper steigt und bewegt sich ins Feld, bereit für den Ballwechsel.
Der Kick: die Versicherung für Ihren zweiten Aufschlag
Ein Doppelfehler entsteht oft aus einem „geschobenen“ zweiten Aufschlag: Aus Angst bremsen Sie den Arm, der Ball dreht nicht und landet im Netz. Der Kick löst das, denn je schneller Sie schwingen, desto mehr dreht der Ball und desto stärker fällt er ab. Das Vertrauen kommt aus dem Tempo, nicht aus der Vorsicht.
- Hauptziel: die Rückhand des Rückschlägers, mit einem Absprung über seiner Schulter.
- Variante: ein Kick auf den Körper, der großen Spielern zu schaffen macht.
- Netzhöhe: Peilen Sie mindestens 1 m Sicherheitsabstand an.
- Routine: dieselbe Routine, dieselbe Atmung vor jedem zweiten Aufschlag.
Typische Fehler beim Kick-Aufschlag
- Den Ball vor den Körper werfen: Sie schlagen flach, und der Ball dreht nicht.
- Den Arm beim zweiten Aufschlag bremsen: keine Rotation, direkt ins Netz.
- Die Schultern zu früh öffnen: Der Schläger schlägt nach vorn, statt zu bürsten.
- Während des Schwungs nach links fallen: Verlust von Gleichgewicht und Konstanz.
- Zu geschlossener Griff: Es ist unmöglich, unter den Ball zu kommen.
Übungen für einen zuverlässigen Kick
- Nur Ballwurf: 20 Würfe, bei denen Sie den Ball fallen lassen; er sollte nahe Ihrem vorderen Fuß landen, leicht links.
- Über ein Seil aufschlagen, das 2 m über dem Netz gespannt ist: Der Ball muss darüber und dann ins Aufschlagfeld fallen.
- Distanz-Progression: Beginnen Sie an der Aufschlaglinie und gehen Sie nach jeweils 10 gelungenen Aufschlägen einen Meter zurück.
- Nur zweite Aufschläge: ein Trainingssatz, in dem Sie nur einen Aufschlag haben, einen Kick.
- Ziel Rückhand: ein Hütchen in der Rückhandecke des Aufschlagfelds; zählen Sie die Bälle, die über der Schulter eines Partners abspringen.
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Welchen Griff sollte ich für einen Kick-Aufschlag verwenden?
Den Kontinentalgriff, bei fortgeschrittenen Spielern eventuell leicht Richtung Rückhandgriff gedreht. Er erlaubt es Ihnen, den Ball von unten nach oben zu bürsten.
Wohin sollte ich den Ball beim Kick-Aufschlag werfen?
Über Ihren Kopf, bei Rechtshändern leicht nach hinten und nach links. Ein Ballwurf vor den Körper erzeugt einen flachen Aufschlag.
Warum geht mein Kick-Aufschlag ins Netz?
Meist, weil Sie den Arm abbremsen. Der Kick braucht Schlägertempo, um zu drehen: Beschleunigen Sie nach oben, nicht nach vorn.
Ist der Kick-Aufschlag schlecht für den Rücken?
Das Hohlkreuz belastet den unteren Rücken. Mit gutem Aufwärmen, regelmäßigem Rumpftraining und schrittweisem Vorgehen bleibt das Risiko gering.
Wann sollte ich den Kick-Aufschlag lernen?
Sobald Ihr flacher Aufschlag stabil ist und Sie mit dem Kontinentalgriff zurechtkommen. Beginnen Sie mit einem einfachen Topspin-Aufschlag, bevor Sie den hohen Kick anstreben.




